Was ein Wintergarten wirklich kostet
Die Spanne von 20.000 bis über 100.000 Euro wirkt willkürlich. Dahinter stecken aber klare Treiber, und die lassen sich einzeln durchgehen.
Die vier Preistreiber
Größe, Verglasung, Rahmenmaterial und Fundament machen zusammen den Großteil des Preises aus. Alles andere ist Feinjustierung.
Die Größe wirkt dabei nicht linear. Ein Wintergarten mit 24 m² kostet nicht doppelt so viel wie einer mit 12 m², weil Planung, Anfahrt und Anschluss ans Haus gleich bleiben. Der Quadratmeterpreis sinkt also mit der Fläche.
Was oft fehlt
Wenn ein Angebot auffällig günstig wirkt, lohnt der Blick auf das, was nicht drinsteht.
- Fundament und Erdarbeiten. 3.000 bis 12.000 Euro. Der häufigste fehlende Posten.
- Heizung. 1.500 bis 6.000 Euro, je nach System und Anbindung an die vorhandene Anlage.
- Beschattung. 2.000 bis 9.000 Euro. Außen wirksamer und teurer als innen.
- Lüftung. 1.000 bis 5.000 Euro für Dachlüfter und Automatik.
- Genehmigung und Statik. 800 bis 3.500 Euro.
- Innenausbau. Boden, Elektrik und Malerarbeiten.
Woran Du ein sauberes Angebot erkennst
Die Positionen sind einzeln aufgeführt statt zu einer Pauschale zusammengefasst. Fundament und Erdarbeiten sind entweder enthalten oder ausdrücklich ausgenommen, nicht stillschweigend weggelassen. Und die Verglasung ist mit U-Wert angegeben, nicht nur als "Dreifachverglasung".
Häufig gefragt
Warum ist der Quadratmeterpreis bei kleinen Wintergärten höher?
Weil Planung, Statik, Anfahrt und der Anschluss ans Haus unabhängig von der Fläche anfallen. Diese Fixkosten verteilen sich bei einem größeren Wintergarten auf mehr Quadratmeter.
Lohnt sich Dreifachverglasung?
Bei einem beheizten Wohnwintergarten ja, weil die Glasfläche im Verhältnis zum Raumvolumen sehr groß ist. Der Mehrpreis gegenüber Zweifachverglasung liegt meist im niedrigen vierstelligen Bereich und macht sich über die Heizkosten bemerkbar.
Angaben zu Preisen und Baurecht sind Orientierungswerte und ersetzen weder ein Angebot noch eine Auskunft der Bauaufsichtsbehörde.
Worauf Du Dich verlassen kannst
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Handwerker aus der Region, die die örtlichen Bauvorschriften und die Praxis der zuständigen Bauaufsicht kennen.
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